{"id":635,"date":"2026-06-18T11:00:33","date_gmt":"2026-06-18T11:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/roxele.de\/index.php\/2026\/06\/18\/innentuer-schleift-nach-bodenwechsel-kuerzen-einstellen-kosten\/"},"modified":"2026-06-18T11:00:38","modified_gmt":"2026-06-18T11:00:38","slug":"innentuer-schleift-nach-bodenwechsel-kuerzen-einstellen-kosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/roxele.de\/index.php\/2026\/06\/18\/innentuer-schleift-nach-bodenwechsel-kuerzen-einstellen-kosten\/","title":{"rendered":"Innent\u00fcr schleift nach Bodenwechsel: K\u00fcrzen, B\u00e4nder einstellen, Schlie\u00dfblech anpassen und Kosten"},"content":{"rendered":"<p>Wenn eine Innent\u00fcr nach neuem Bodenbelag schleift, nicht mehr sauber ins Schloss f\u00e4llt oder \u00fcber die Fliesen kratzt, liegt die L\u00f6sung meist in drei Punkten: T\u00fcrblatt k\u00fcrzen, B\u00e4nder einstellen und Schlie\u00dfblech kontrollieren.<\/p>\n<h2>Auf einen Blick<\/h2>\n<ul>\n<li><strong>Typisches Problem:<\/strong> Nach Laminat, Parkett, Vinyl oder Fliesen ist der Boden 4 bis 18 mm h\u00f6her als vorher, die T\u00fcr hat unten keinen ausreichenden Luftspalt mehr.<\/li>\n<li><strong>Praxisma\u00df:<\/strong> Unter normalen Zimmert\u00fcren sind 3 bis 7 mm Luft sinnvoll. Bei Bad, K\u00fcche oder R\u00e4umen mit L\u00fcftungskonzept kann mehr notwendig sein.<\/li>\n<li><strong>Kosten:<\/strong> T\u00fcrblatt selbst k\u00fcrzen ab etwa 15 bis 45 \u20ac Material und Werkzeugzubeh\u00f6r, Tischler vor Ort meist 80 bis 180 \u20ac pro T\u00fcr, neue einfache CPL-Innent\u00fcr ab etwa 90 bis 220 \u20ac ohne Zarge.<\/li>\n<li><strong>Wichtig in Mietwohnungen:<\/strong> Vor dem Abs\u00e4gen schriftlich den Vermieter fragen. Das K\u00fcrzen ist eine bauliche Ver\u00e4nderung am T\u00fcrblatt.<\/li>\n<li><strong>Deutsche Realit\u00e4t:<\/strong> In Altbauwohnungen sind Zargen oft verzogen, im Plattenbau sind Stahlzargen verbreitet, in Eigentumswohnungen kann die Wohnungseingangst\u00fcr zus\u00e4tzlich WEG-relevant sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aus meiner Praxis ist die h\u00e4ufigste Fehlentscheidung: sofort zur S\u00e4ge greifen. Oft schleift die T\u00fcr nur an einer Ecke, weil das Band verstellt ist oder das T\u00fcrblatt abgesackt ist. Dann reichen 10 Minuten Einstellen, statt 12 mm unn\u00f6tig abzuschneiden.<\/p>\n<p>Wer parallel Boden und T\u00fcren plant, sollte auch an \u00dcberg\u00e4nge, Sockelleisten und Dehnfugen denken. Passend dazu: Boden\u00fcberg\u00e4nge zwischen R\u00e4umen sauber planen und Innent\u00fcren und Zargen im Bestand beurteilen.<\/p>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<td><strong>Ma\u00dfnahme<\/strong><\/td>\n<td><strong>Wann sinnvoll?<\/strong><\/td>\n<td><strong>Typische Kosten<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>B\u00e4nder einstellen<\/td>\n<td>T\u00fcr schleift nur an einer Ecke oder f\u00e4llt aus dem Schloss<\/td>\n<td>0 bis 25 \u20ac bei Eigenleistung, 60 bis 120 \u20ac Handwerkerpauschale<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>T\u00fcrblatt k\u00fcrzen<\/td>\n<td>Boden ist insgesamt h\u00f6her, T\u00fcr schleift \u00fcber die ganze Breite<\/td>\n<td>15 bis 45 \u20ac Zubeh\u00f6r selbst, 80 bis 180 \u20ac durch Tischler<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Schlie\u00dfblech nacharbeiten<\/td>\n<td>Falle trifft nicht mehr sauber, T\u00fcr muss hochgezogen werden<\/td>\n<td>5 bis 30 \u20ac selbst, 60 bis 140 \u20ac Fachbetrieb<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Neue T\u00fcr<\/td>\n<td>T\u00fcr ist hohl, stark besch\u00e4digt oder bereits mehrfach gek\u00fcrzt<\/td>\n<td>90 bis 220 \u20ac einfache CPL-T\u00fcr, 250 bis 600 \u20ac mit Montage<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.pexels.com\/photos\/16716047\/pexels-photo-16716047.jpeg?auto=compress&#038;cs=tinysrgb&#038;h=650&#038;w=940\" alt=\"Werkzeug und ausgeh\u00e4ngte Innent\u00fcr zum K\u00fcrzen nach Bodenwechsel\" loading=\"lazy\"><figcaption>Vor dem K\u00fcrzen sollten T\u00fcrluft, B\u00e4nder und Schlie\u00dfblech gepr\u00fcft werden.<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Vor der Arbeit: Ursache genau pr\u00fcfen statt blind abs\u00e4gen<\/h2>\n<p>Bevor Sie eine Innent\u00fcr k\u00fcrzen, pr\u00fcfen Sie zuerst, wo sie schleift. Legen Sie ein Blatt Papier unter die T\u00fcr und bewegen Sie das T\u00fcrblatt langsam. Klemmt das Papier nur auf der Bandseite, h\u00e4ngt die T\u00fcr schief. Klemmt es \u00fcber die ganze Breite, ist der neue Bodenaufbau tats\u00e4chlich zu hoch. Bei Laminat mit Trittschalld\u00e4mmung kommen schnell 10 bis 14 mm Aufbauh\u00f6he zusammen, bei Fliesen im Altbau mit Ausgleichsmasse auch 15 bis 25 mm.<\/p>\n<p>Kontrollieren Sie au\u00dferdem die Fugenbilder. Oben zwischen T\u00fcrblatt und Zarge sind meist etwa 2 bis 4 mm Luft \u00fcblich. Seitlich sollten die Spalten \u00e4hnlich gleichm\u00e4\u00dfig sein. Wenn die T\u00fcr oben auf der Schlossseite fast anliegt und unten auf der Bandseite schleift, ist sehr wahrscheinlich das obere Band zu weit herausgedreht oder das untere Band zu weit hinein.<\/p>\n<p>Bei vielen deutschen Innent\u00fcren sitzen zweiteilige oder dreiteilige B\u00e4nder in Holzzargen. Das T\u00fcrblatt kann ausgeh\u00e4ngt und die Bandteile k\u00f6nnen durch Drehen justiert werden. Eine halbe bis ganze Umdrehung ver\u00e4ndert die Lage sichtbar. Bei \u00e4lteren Altbauzargen aus Holz ist Vorsicht n\u00f6tig, weil alte Schrauben und Bandtaschen ausgeleiert sein k\u00f6nnen. Bei Stahlzargen, h\u00e4ufig in Plattenbau und Zweckbauten, ist die Justage je nach Bandtyp eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Wichtig ist auch die T\u00fcrart. Eine einfache Wabenkern-T\u00fcr aus dem Baumarkt l\u00e4sst sich nicht beliebig k\u00fcrzen. Unten sitzt oft nur ein schmaler Massivholzriegel. Werden 20 oder 30 mm abges\u00e4gt, kann die stabile Unterkante weg sein. R\u00f6hrenspant\u00fcren sind robuster, Vollspant\u00fcren und Massivholzt\u00fcren noch besser bearbeitbar, aber schwerer. Bei Wohnungseingangst\u00fcren, Brandschutzt\u00fcren und Schallschutzt\u00fcren gilt: nicht eigenm\u00e4chtig k\u00fcrzen. Hier k\u00f6nnen Zulassung, Dichtungen, Schallschutz und Einbruchhemmung betroffen sein. DIN 18101 und DIN 18111 sind im Bestand vor allem f\u00fcr T\u00fcrblatt- und Zargenma\u00dfe relevant, ersetzen aber keine Pr\u00fcfung der konkreten T\u00fcr.<\/p>\n<p>In einer 55 m\u00b2 Altbauwohnung in Leipzig wurde nach dem Verlegen von 14 mm Fertigparkett eine Schlafzimmert\u00fcr auff\u00e4llig schwerg\u00e4ngig. Die erste Vermutung war: 15 mm abschneiden. Tats\u00e4chlich war das untere Band lose, die T\u00fcr hing etwa 5 mm ab. Nach dem Nachziehen der Bandschrauben und einer halben Umdrehung am oberen Band reichten 4 mm K\u00fcrzung aus. Das spart Substanz und sieht sauberer aus.<\/p>\n<h2>Werkzeug, Material und Kosten realistisch kalkulieren<\/h2>\n<p>F\u00fcr eine sauber gek\u00fcrzte Innent\u00fcr brauchen Sie kein komplettes Schreinerfahrzeug, aber gutes Werkzeug macht den Unterschied. Eine Stichs\u00e4ge f\u00fcr 30 \u20ac aus der Aktionsware kann funktionieren, produziert aber an beschichteten CPL- oder HPL-Oberfl\u00e4chen schnell Ausrisse. Besser ist eine Handkreiss\u00e4ge mit F\u00fchrungsschiene oder eine Tauchs\u00e4ge. Wer keine besitzt, kann sie vielerorts f\u00fcr etwa 20 bis 40 \u20ac pro Tag mieten.<\/p>\n<p>F\u00fcr Eigenleistung sollten Sie realistisch mit folgenden Posten rechnen: feines S\u00e4geblatt f\u00fcr beschichtete Platten 8 bis 18 \u20ac, Malerkrepp oder Gewebeband 3 bis 8 \u20ac, Schleifpapier 4 bis 10 \u20ac, Klarlack oder Kantenversiegelung 8 bis 18 \u20ac, eventuell ein T\u00fcrheber 10 bis 25 \u20ac. Wer die Unterkante mit einer kleinen Leiste stabilisieren muss, zahlt f\u00fcr eine passende Holzleiste und Leim etwa 8 bis 20 \u20ac. Insgesamt liegen einfache Arbeiten bei 15 bis 45 \u20ac, wenn S\u00e4ge und B\u00f6cke vorhanden sind.<\/p>\n<p>Ein Tischler oder Schreiner berechnet je nach Region, Anfahrt und T\u00fcrtyp meist 80 bis 180 \u20ac pro Innent\u00fcr. Kommen mehrere T\u00fcren zusammen, sinkt der St\u00fcckpreis oft, weil Anfahrt und Einrichten nur einmal anfallen. In Ballungsr\u00e4umen wie M\u00fcnchen, Hamburg oder Frankfurt k\u00f6nnen auch 200 \u20ac pro T\u00fcr realistisch sein, besonders wenn T\u00fcren abgeholt, in der Werkstatt geschnitten und wieder eingebaut werden.<\/p>\n<p>Nach meiner Erfahrung lohnt sich der Fachbetrieb besonders bei lackierten T\u00fcren, stumpf einschlagenden T\u00fcren, Glast\u00fcren, schweren Vollspant\u00fcren und T\u00fcren mit Bodendichtung. Eine falsch gek\u00fcrzte Standardt\u00fcr ist \u00e4rgerlich, aber ersetzbar. Eine besch\u00e4digte Sondert\u00fcr mit passender Zarge kann schnell 400 bis 900 \u20ac kosten.<\/p>\n<p>Planen Sie au\u00dferdem Zeit ein. Eine T\u00fcr ausheben, messen, abkleben, s\u00e4gen, schleifen, versiegeln und wieder einh\u00e4ngen dauert bei ruhiger Arbeit etwa 60 bis 120 Minuten. Bei der ersten T\u00fcr eher l\u00e4nger. F\u00fcr f\u00fcnf T\u00fcren in einer Wohnung ist ein halber bis ganzer Samstag realistisch. Mehr zum sauberen Arbeiten im Bestand: Renovieren in bewohnten Wohnungen ohne Chaos.<\/p>\n<h2>T\u00fcr k\u00fcrzen und einstellen: Schritt f\u00fcr Schritt im Bestand<\/h2>\n<p>Zuerst markieren Sie den tats\u00e4chlichen Bedarf. \u00d6ffnen und schlie\u00dfen Sie die T\u00fcr mehrfach. Messen Sie den h\u00f6chsten Punkt des neuen Bodens, nicht nur eine Stelle. Gerade Altbau-Dielen, Fliesen\u00fcberg\u00e4nge und unebene Estriche k\u00f6nnen 3 bis 8 mm Unterschied innerhalb einer T\u00fcrbreite haben. Als Ziel sollten unten mindestens 3 mm Luft bleiben, bei unebenem Boden eher 5 bis 7 mm. In Bad oder K\u00fcche kann der Luftverbund f\u00fcr L\u00fcftung wichtig sein, besonders wenn innenliegende B\u00e4der \u00fcber einen Abluftventilator verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>H\u00e4ngen Sie das T\u00fcrblatt aus. Bei leichten Innent\u00fcren gen\u00fcgt meist eine zweite Person oder ein T\u00fcrheber. Legen Sie die T\u00fcr auf zwei stabile B\u00f6cke, am besten mit Decken gegen Kratzer. Markieren Sie die Schnittlinie mit Bleistift und langer Schiene. Kleben Sie die Schnittzone beidseitig mit Malerkrepp ab. Bei beschichteten Oberfl\u00e4chen s\u00e4gen Sie m\u00f6glichst mit F\u00fchrungsschiene und passendem Feinzahnblatt. Die Sichtseite sollte je nach S\u00e4getyp so liegen, dass Ausrisse minimiert werden.<\/p>\n<p>Schneiden Sie lieber knapp und pr\u00fcfen Sie danach. Wer 12 mm ben\u00f6tigt, kann zuerst 9 oder 10 mm abnehmen und anschlie\u00dfend nacharbeiten. Nach dem Schnitt wird die Unterkante mit 120er und 180er Schleifpapier gebrochen. Das bedeutet: keine scharfe Kante stehen lassen, sondern minimal anfasen. Danach die Unterkante versiegeln, besonders bei T\u00fcren in Badn\u00e4he, K\u00fcche oder Eingangsbereichen. Offene Spanplatte saugt Feuchte auf und kann aufquellen.<\/p>\n<p>Bei Wabenkern-T\u00fcren pr\u00fcfen Sie nach dem Schnitt, ob unten noch ein stabiler Riegel vorhanden ist. Falls nicht, muss eine passende Holzleiste eingeleimt werden. Das ist keine Sch\u00f6nheitsfrage, sondern Stabilit\u00e4t. Die Leiste sollte stramm sitzen, vollfl\u00e4chig verleimt und bis zur Trocknung gepresst werden. F\u00fcr eine Mietwohnung ist das nur nach Zustimmung empfehlenswert.<\/p>\n<p>Nach dem K\u00fcrzen folgt die Einstellung. H\u00e4ngen Sie die T\u00fcr ein und kontrollieren Sie das Fugenbild. Schleift sie oben oder seitlich, drehen Sie die B\u00e4nder vorsichtig. Meist gilt: Bandteil am T\u00fcrblatt weiter eindrehen zieht das T\u00fcrblatt n\u00e4her zur Bandseite, herausdrehen schiebt es weg. Arbeiten Sie in kleinen Schritten, zum Beispiel halbe Umdrehungen. Markieren Sie die Ausgangsposition mit einem Bleistiftpunkt, dann kommen Sie bei Bedarf zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Wenn die T\u00fcr zwar frei l\u00e4uft, aber nicht sauber schlie\u00dft, pr\u00fcfen Sie Falle und Schlie\u00dfblech. Manchmal sitzt die Falle nach der Bandkorrektur 1 bis 2 mm zu hoch oder zu tief. Das Schlie\u00dfblech kann bei Holzzargen minimal versetzt oder die \u00d6ffnung vorsichtig mit Feile nachgearbeitet werden. Nicht grob mit dem Schraubendreher ausbrechen, sonst h\u00e4lt sp\u00e4ter die Schraube nicht mehr. Bei Stahlzargen ist Nacharbeiten schwieriger und sollte sauber mit Metallfeile erfolgen.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.pexels.com\/photos\/7746549\/pexels-photo-7746549.jpeg?auto=compress&#038;cs=tinysrgb&#038;h=650&#038;w=940\" alt=\"Gek\u00fcrzte Innent\u00fcr mit sauber versiegelter Unterkante \u00fcber neuem Boden\" loading=\"lazy\"><figcaption>Eine saubere Schnittkante sch\u00fctzt das T\u00fcrblatt vor Ausrissen und Feuchtesch\u00e4den.<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Mietwohnung, Eigentum und Sonderf\u00e4lle: was erlaubt ist<\/h2>\n<p>In der Mietwohnung geh\u00f6rt das T\u00fcrblatt in der Regel zur Mietsache. Auch wenn Sie den Bodenbelag mit Zustimmung erneuert haben, ist das K\u00fcrzen der T\u00fcren nicht automatisch erlaubt. Holen Sie vor dem Abs\u00e4gen eine kurze schriftliche Zustimmung ein, zum Beispiel per E-Mail. Wichtig sind Umfang und R\u00fcckbaufrage: Wie viele T\u00fcren, wie viele Millimeter, durch wen ausgef\u00fchrt? Bei Auszug kann sonst Streit entstehen, ob die T\u00fcren besch\u00e4digt wurden.<\/p>\n<p>Bei Eigentumswohnungen ist zwischen Innent\u00fcren innerhalb der Wohnung und Wohnungseingangst\u00fcr zu unterscheiden. Normale Zimmert\u00fcren sind Sondereigentum. Die Wohnungseingangst\u00fcr kann jedoch wegen einheitlicher Optik, Brandschutz, Schallschutz und Sicherheit die WEG betreffen. In vielen Gemeinschaften darf sie nicht ohne Beschluss ver\u00e4ndert oder ersetzt werden. Besonders bei Brandschutz- oder Rauchschutzt\u00fcren ist K\u00fcrzen ein klares Risiko.<\/p>\n<p>Bei Neubauten nach aktuellem energetischem Standard und L\u00fcftungskonzept kann der T\u00fcrunterschnitt Teil des Luftverbunds sein. Das h\u00e4ngt mit nutzerunabh\u00e4ngiger L\u00fcftung und Feuchteschutz zusammen. Das Geb\u00e4udeenergiegesetz, kurz GEG, schreibt nicht den einzelnen T\u00fcrspalt in Ihrer Wohnung vor, aber moderne dichte Geb\u00e4ude funktionieren anders als zugige Altbauten. Wenn L\u00fcftung \u00fcber \u00dcberstr\u00f6mbereiche geplant wurde, darf man T\u00fcrspalte nicht beliebig verkleinern, etwa durch nachtr\u00e4gliche Dichtprofile oder hohe Schwellen.<\/p>\n<p>Bad- und WC-T\u00fcren verdienen besondere Aufmerksamkeit. Wenn die T\u00fcr nach neuem Boden nur noch 1 mm Luft hat, kann der Abluftventilator schlechter nachstr\u00f6men. Dann steigt das Risiko von Feuchtesch\u00e4den. In der Praxis zeigt sich, dass 7 bis 10 mm T\u00fcrluft bei innenliegenden B\u00e4dern oft sinnvoller sind als ein optisch perfekter Mini-Spalt. Bei Schallschutzw\u00fcnschen muss man dann gezielt mit \u00dcberstr\u00f6m\u00f6ffnungen oder geeigneten T\u00fcrl\u00f6sungen planen, nicht einfach alles abdichten.<\/p>\n<p>Auch Fu\u00dfbodenheizung spielt eine Rolle. Beim Bohren an Schlie\u00dfblechen eher unkritisch, aber beim Montieren von Bodent\u00fcrdichtungen oder Stoppern am Boden muss klar sein, wo Leitungen liegen. In Mietwohnungen und Neubauten ohne Leitungsplan sollte man keine tiefen Bodenbohrungen setzen.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Eine schleifende Innent\u00fcr nach Bodenwechsel ist meist gut l\u00f6sbar, aber die Reihenfolge entscheidet \u00fcber Ergebnis und Kosten. Erst pr\u00fcfen, dann einstellen, erst zuletzt k\u00fcrzen. So bleibt das T\u00fcrblatt stabil, die Optik sauber und der \u00c4rger mit Vermieter oder WEG gering.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ja\/Nein-Check:<\/strong> Schleift die T\u00fcr nur an einer Ecke? Dann zuerst B\u00e4nder einstellen.<\/li>\n<li><strong>Ja\/Nein-Check:<\/strong> Schleift sie \u00fcber die ganze Breite? Dann T\u00fcrluft messen und K\u00fcrzung planen.<\/li>\n<li><strong>Ja\/Nein-Check:<\/strong> Ist es eine Mietwohnung? Vor dem K\u00fcrzen schriftliche Zustimmung holen.<\/li>\n<li><strong>Ja\/Nein-Check:<\/strong> Ist es eine Wohnungs-, Brand-, Rauch- oder Schallschutzt\u00fcr? Nicht selbst k\u00fcrzen.<\/li>\n<li><strong>Ja\/Nein-Check:<\/strong> Ist die T\u00fcr hohl oder sehr g\u00fcnstig? Pr\u00fcfen, ob nach dem Schnitt noch ein unterer Riegel vorhanden ist.<\/li>\n<li><strong>Ja\/Nein-Check:<\/strong> Liegt ein Bad oder innenliegender Raum dahinter? Luftspalt f\u00fcr Nachstr\u00f6mung ber\u00fccksichtigen.<\/li>\n<li><strong>Ja\/Nein-Check:<\/strong> Fehlt gutes Werkzeug? Lieber S\u00e4ge mieten oder Tischler beauftragen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr einfache CPL-Zimmert\u00fcren ist Eigenleistung m\u00f6glich, wenn sauber gemessen und gef\u00fchrt ges\u00e4gt wird. Bei hochwertigen, sicherheitsrelevanten oder vermieteten T\u00fcren ist der Fachbetrieb meist die g\u00fcnstigere L\u00f6sung, weil ein Fehler schnell teurer wird als die Montagekosten.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufige Fragen<\/h2>\n<h3>Wie viel Luft sollte unter einer Innent\u00fcr bleiben?<\/h3>\n<p>F\u00fcr normale Wohnr\u00e4ume sind 3 bis 7 mm ein praxistauglicher Bereich. Bei unebenen Altbaub\u00f6den oder innenliegenden B\u00e4dern k\u00f6nnen 7 bis 10 mm sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass die T\u00fcr frei l\u00e4uft und die notwendige Luftnachstr\u00f6mung nicht behindert wird.<\/p>\n<h3>Darf ich in der Mietwohnung eine T\u00fcr einfach k\u00fcrzen?<\/h3>\n<p>Nein, besser nicht ohne Zustimmung. Das T\u00fcrblatt geh\u00f6rt zur Mietsache. Holen Sie eine schriftliche Freigabe des Vermieters ein, idealerweise mit Angabe der betroffenen T\u00fcren und der geplanten K\u00fcrzung in Millimetern.<\/p>\n<h3>Was kostet es, eine T\u00fcr vom Tischler k\u00fcrzen zu lassen?<\/h3>\n<p>F\u00fcr eine einzelne Innent\u00fcr liegen typische Kosten bei etwa 80 bis 180 \u20ac inklusive Anfahrt und Montage. Bei mehreren T\u00fcren kann der Preis pro T\u00fcr sinken. Sondert\u00fcren, Lackt\u00fcren oder schwere T\u00fcren k\u00f6nnen teurer sein.<\/p>\n<h3>Kann man jede Innent\u00fcr k\u00fcrzen?<\/h3>\n<p>Nein. Einfache Wabenkern-T\u00fcren haben unten oft nur wenig Massivholz. Brandschutz-, Rauchschutz-, Schallschutz- und Wohnungseingangst\u00fcren sollten nicht eigenm\u00e4chtig gek\u00fcrzt werden, weil Funktion und Zulassung beeintr\u00e4chtigt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Reicht es, nur die T\u00fcrb\u00e4nder einzustellen?<\/h3>\n<p>Wenn die T\u00fcr nur einseitig oder an einer Ecke schleift, oft ja. Sind Bodenbelag und Unterlage insgesamt h\u00f6her geworden, reicht das Einstellen meist nicht. Dann muss zus\u00e4tzlich ma\u00dfvoll gek\u00fcrzt werden.<\/p>\n<h3>Wie vermeide ich Ausrisse beim S\u00e4gen?<\/h3>\n<p>Nutzen Sie ein feines, scharfes S\u00e4geblatt, kleben Sie die Schnittkante ab und arbeiten Sie mit F\u00fchrungsschiene. S\u00e4gen Sie nicht freih\u00e4ndig quer \u00fcber das T\u00fcrblatt. Danach Kante schleifen und versiegeln.<\/p>\n<div class=\"faq-schema-wrapper\"><script type=\"application\/ld+json\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@type\":\"FAQPage\",\"mainEntity\":[{\"@type\":\"Question\",\"name\":\"Wie viel Luft sollte unter einer Innent\u00fcr bleiben?\",\"acceptedAnswer\":{\"@type\":\"Answer\",\"text\":\"F\u00fcr normale Wohnr\u00e4ume sind 3 bis 7 mm ein praxistauglicher Bereich. Bei unebenen Altbaub\u00f6den oder innenliegenden B\u00e4dern k\u00f6nnen 7 bis 10 mm sinnvoll sein. 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Auf einen Blick Typisches Problem: Nach Laminat, Parkett, Vinyl oder Fliesen ist der Boden 4 bis 18 mm h\u00f6her als vorher, die T\u00fcr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":636,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"sb_editor_width":"","footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-635","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-renovierung-und-bau"],"relative_dates":{"created":"9 godzin ago","modified":"9 godzin ago"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/roxele.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/635","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/roxele.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/roxele.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/roxele.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/roxele.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=635"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/roxele.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/635\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":637,"href":"https:\/\/roxele.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/635\/revisions\/637"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/roxele.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/636"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/roxele.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=635"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/roxele.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=635"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/roxele.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=635"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}